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1.) Etherium Casper

Casper ist kein spezifisches Projekt. Es ist eine Mischung aus zwei Forschungsprojekten, die derzeit vom Ethereum-Entwicklungsteam durchgeführt werden. Diese sind Casper, FFG (Freundliches Finalität Gadget) und Casper, CBC (Korrekt-durch-Konstruktion)

Casper FFG alias Vitaliks Casper ist ein, in Entwicklung befindlicher, hybrider POW / POS-Konsensusmechanismus. Dies ist die Version von Casper, die zuerst implementiert werden soll. Sie wird entworfen, um den Übergang zum “proof of stake” zu erleichtern. Die Art und Weise, wie es entworfen wird, ist, dass es ein “proof of stake” Protokoll gibt, der auf dem “proof of work” ethash Protokoll überlagert wird. Während die Blöcke weiterhin über POW ausgenutzt werden, wird jeder 50. Block ein POS-Kontrollpunkt sein, wo der Zweck durch ein Netzwerk von Validierern evaluiert wird. Die Implementierung von Ethereum Casper hätte mehrere Vorteile. Sie können alle unter den folgenden Kategorien aufgeführt werden: Hilfe zur Dezentralisierung, Energieeffizienz, Wirtschaftliche Sicherheit, Skalierung, sowie Übergang zum POS. Menschen passen sich nicht leicht an Veränderungen an. Wenn sie sich an etwas gewöhnt haben, ist es sehr schwierig für sie, aus dieser Komfortzone herauszukommen. Auch wenn Casper noch nicht offiziell verwendet wird, ist die Einbindung im Testsystem ein wichtiger Meilenstein vor der endgültigen Adoption des ethereum-eigenen Proof-of-Stake-Systems. Neben der Energie-Ersparnis im Vergleich zum Proof-of-Work-Konsens erhofft man sich durch Casper schneller verarbeitete Transaktionen und eine Dezentralisierung der Netzwerk-Struktur.

2.) Etherium Sharding

Das Konzept leitet sich von “shard” – Scherbe – ab und meint in der Architektur von Datenbanken, dass man eine Datenbank in verschiedene Partitionen zerlegt und diese auf verschiedenen Servern speichert. Dies verbessert offensichtlich die Performance der Datenbank sowie von Suchanfragen. Dass man durch das Sharding, also das Zerlegen einer Blockchain in einzelne Scherben, diese stärker als ihre einzelnen Computer machen kann, ist recht einfach nachzuvollziehen. Allerdings weiß noch niemand so recht, wie das funktionieren soll und ob es überhaupt möglich ist. Schließlich ist die Einheit der Blockchain ja gerade das, was sie auszeichnet. Die grundlegende Idee ist es, in die Caspar-Verträge die Funktion einzubauen, dass eine zufällige Zuweisung von Validatoren an einzelne Partitionen der Blockchain bzw. der Transaktionen stattfindet, damit diese nicht mehr die komplette Verifizierung aller Transaktionen und die Ausführung aller Verträge leisten müssen, sondern nur noch einen Teil davon. Proof-of-Stake wird damit also zur Grundlage, um die Last der Blockchain auf verschiedene Knoten zu verteilen.

 

Ethereum („Ether“ oder abgk. „ETH“) ist in den letzten Monaten sehr schnell gewachsen und nach Bitcoin wohl der bekannteste Begriff im Blockchain-Universum. Aber was genau ist Ethereum? Und warum ist es eigentlich keine Bitcoin-Konkurrenz? ETH wurde 2013 von Vitalik Buterin konzeptioniert, ein Jahr später von Gavin Wood formalisiert und schließlich in 2015 in Betrieb genommen. Gerade einmal ein halbes Jahr hat es gedauert, um auf eine Marktkapitalisierung von einer halben Milliarde US-Dollar zu kommen – eine Summe, die sich schon zwei Wochen später verdoppeln sollte. Marktkapitalisierung Stand Jänner 2018: 70,66 Mrd. Euro. Die Entwicklung von Ethereum liegt in den Händen der Ethereum Foundation, einer gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in der Schweiz. Die zweite wichtige Organisation ist die Enterprise Ethereum Alliance. Die Allianz will Industriestandards auf Basis der „einzigen Smart Contracts unterstützenden Blockchain, die in der realen Welt produktiv läuft“ aufbauen, also Standard-Softwarelösungen für den gesamten Markt entwickeln. Diese sollen als Open Source Software frei nutzbar sein.

Dass dieses Anliegen und die Allianz nicht zu unterschätzen sind, zeigt bereits ein Blick auf die Gründungsmitglieder: Accenture, Credit Suisse, Intel, J. P. Morgan, Microsoft, Santander, ING-DiBa, um nur die bekanntesten Namen zu nennen. Ethereum läuft bereits produktiv, bekommt breite Unterstützung aus der Wirtschaft und kann auf eine ordentliche Marktkapitalisierung verweisen. Das Netzwerk besteht wie bei Bitcoin aus einzelnen Teilnehmern („Nodes“), die einen Ethereum-Client betreiben. Jeder Node beinhaltet die gesamte Blockchain, die bei Ethereum derzeit je nach genutztem Client ca. sechs bis elf Gigabyte groß ist. Der Windows-Client verlangt konkret nach mindestens 20 Gigabyte. Das ETH Protokoll ist schlicht die gesamte Funktionsweise von Ethereum, also letztlich das Regelwerk zum Führen der Blockchain und der Verwaltung des Netzwerks. Der wichtigste Punkt der Blockchain ist wohl der Konsensalgorithmus. Ursprünglich nutzte Ethereum den von Bitcoin bekannten Proof of Work (PoW), der das Mining an Rechenleistung bindet, die in das Lösen kryptografischer Aufgaben investiert wird. 2017 bestand eine wichtige Bestrebung darin, das System auf Proof of Stake (PoS) umzustellen. Der wesentliche Unterschied ist, dass bei PoS nicht mehr die investierte Rechenleistung bestimmt, welcher Miner den nächsten Block generiert. Stattdessen wird per Pseudozufallsalgorithmus festgelegt, welcher Miner aus einem Pool an der Reihe ist. Miner kann werden, wer sich an die Regeln der Blockchain hält – und dafür Ether als Sicherheit hinterlegt. Auf diese Weise wäre die Macht zum Generieren neuer Blöcke abhängig vom Ether-Guthaben anstelle von Hardware.

 

Die Stadt Wien wird am 14. Dezember zahlreiche Daten mit Hilfe der Blockchain Technologie öffentlich zugänglich machen, dies im Zuge eines Pilotprojekts, gilt doch die Bundeshauptstadt europaweit als Vorreiter in Sachen „Open Government Data“. Es gibt mittlerweile sogar ein eigenes Portal, wo man unkompliziert zu verschiedensten Daten Zugang hat – etwa Kurzparkzonen, Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel oder Parkanlagen. Diese Daten wiederum können dazu genutzt werden, um Anwendungen wie Smartphone-Apps zu entwickeln. Bis dato wurden, laut Stadt Wien, rund 300 Datensätze offen gelegt, daraus mittlerweile rund 200 Apps entwickelt.

Auf Bundesebene hat noch - Wirtschaftsminister Harald Mahrer, der als Fan der Blockchain Technologie gilt, die Initiative Blockchain Austria initiiert und kürzlich mit einem eigenen Summit an der WU Wien bedacht. Als Drehscheibe wurde an der WU Wien ein eigenes Forschungsinstitut für Kryptoökonomie eingerichtet und mit 500.000 Euro gefördert.

 

Dienstag, 05. Dezember 2017 - der Tag des großen Blockchain Gipfels, an dem die gesamte Elite der heimischen Szene, darunter auch Crypto Future GmbH, vertreten waren. Wirtschaftsminister Harald Mahrer, der auch die Grußworte hielt, nahm sich davor auch für Crypto Future CEO Tomislav Matic Zeit. Nach der allgemeinen Einführung wurden in verschiedenen Seminaren, Lösungsansätze für die weitere Entwicklung der Blockchain hierzulande und darüber hinaus erarbeitet. Enormes Potential für Österreich bietet die Technologie im Tourismus – besonders in Hinblick auf Booking Applikationen, sowie bei Treueaktionen für Österreich-Urlauber. In rechtlichen Belangen besteht hingegen noch sehr viel Nachholbedarf – besonders bei der juristischen Einordnung von ICO’s aber auch in steuerlichen Belangen hat unser Land noch enormen Nachholbedarf. Hier sind Politik und Wirtschaft gefordert nachhaltige Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Blockchain Startups nicht in Regionen abwandern, die ihnen mehr Sicherheit bieten (z.B. Dubai, Singapur). Das Gesamtresümee der Veranstaltung bleibt jedoch die Einsicht, dass Blockchain gemeinsam mit AI die Menschheit in ihrer Gesamtheit, derart nachhaltig beeinflussen wird, dass wir uns schon heute darauf einstellen müssen, anstatt von den künftigen Entwicklungen überrollt zu werden.

Die Blockchain Technologie könnte eine nachhaltige Revolution in verschiedenen Sektoren des alltäglichen Lebens bedeuten, da das dezentrale Netzwerk die herkömmlichen „Zwischenspieler“ in Handel, Verwaltung, sowie im Finanzsektor quasi überflüssig macht. Dass hier ganz besonders die heimischen Großbanken aufhorchen, zeigt folgende aktuelle Entwicklung. Die „Raiffeisen Bank International“ (RBI) bastelt an ihrem eigenen Blockchain System – frei nach dem Motto. Bevor Dich die Revolution frisst, stell Dich lieber gleich an ihre Spitze. Ein Konzept, das schon vor Jahrhunderten von diversen Monarchen gelebt wurde und sich heute z.B. im Automobilsektor wiederfindet (Stichwort e-Mobilität). Zudem bieten sich zahlreiche Vorteile – hat doch die Blockchain das Potential den gesamten Finanzsektor effizienter und vor allem sicherer zu machen.

In diesem Zusammenhang gab die RBI am 22.11. auch den Beitritt zum globalen „R3“ Netzwerk bekannt:

„Durch den Beitritt zu R3 werden wir in der Lage sein, uns mit Gleichgesinnten auszutauschen und zusammenzuarbeiten, was die Geschwindigkeit, Sicherheit und Anwendbarkeit unserer eigenen Blockchain-Innovationen erheblich steigern wird. Die Anwendung von Technologieplattformen wie ‚Corda‘ ermöglicht es uns, umfassendes Infrastruktur-Know-how aufzubauen, das zukünftigen kommerziellen Blockchain-Applikationen zugrunde liegen wird", erklärt Michael Höllerer, Generalbevollmächtigter der RBI, der unter anderem die Digitalisierungsstrategie des RBI-Konzerns verantwortet, die Motivation der Bank, diesem führenden Blockchain-Konsortium beizutreten.“

Kommt die Blockchain-Revolution?" (Wiener Zeitung); "Wollen wir keine Regierungen mehr?" (Kleine Zeitung); "Land der Berge,
Land der Blockchain" (Die Presse): Dass die Blockchain im Trend liegt, lässt sich schon an den Schlagzeilen und der rasant
wachsenden Zahl der Medienberichte ablesen:
Gab es im Vorjahr 46 nur Erwähnungen wurden im Jahr 2017 die Begriffe „Bitcoin“ und „Blockchain“ bereits ungefähr 1000 mal in den
heimischen Printmedien erwähnt. Was steckt nun dahinter?

Die Blockchain funktioniert wie ein digitales Kassenbuch ("Ledger"), das Transaktionen mit kryptographischen Verfahren in einer
Kette von Datensätzen (Blöcken) gleichzeitig auf viele Rechner verteilt, also dezentral abspeichert.
Manipulationen sind zwar nicht grundsätzlich auszuschließen, werden aber extrem unwahrscheinlich, weil die Daten
auf allen beteiligten Rechnern verändert werden müssten. Die Art der Daten spielt keine Rolle: ob Werte einer Währung (Bitcoin); Grundbucheintragungen oder Handelstransaktionen. Entscheidend ist, dass jede Transaktion auf der jeweils vorherigen aufbaut und Teil einer unveränderbaren Kette aus eindeutig identifizierbaren Datenblöcken wird. Die Frage, ob Blockchain Hype, Revolution oder beides ist, kann aus heutiger Sicht kaum beantwortet werden. Für Ernst Piller, Leiter des Instituts für IT-Sicherheitsforschung an der Fachhochschule (FH) St. Pölten, ist die Blockchain vor allem "zeitgeistig": "Es geht in Richtung teilen und verteilen, weg vom Zentralen. Das ist ja auch eine gute Sache.“

 

 

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