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Ethereum („Ether“ oder abgk. „ETH“) ist in den letzten Monaten sehr schnell gewachsen und nach Bitcoin wohl der bekannteste Begriff im Blockchain-Universum. Aber was genau ist Ethereum? Und warum ist es eigentlich keine Bitcoin-Konkurrenz? ETH wurde 2013 von Vitalik Buterin konzeptioniert, ein Jahr später von Gavin Wood formalisiert und schließlich in 2015 in Betrieb genommen. Gerade einmal ein halbes Jahr hat es gedauert, um auf eine Marktkapitalisierung von einer halben Milliarde US-Dollar zu kommen – eine Summe, die sich schon zwei Wochen später verdoppeln sollte. Marktkapitalisierung Stand Jänner 2018: 70,66 Mrd. Euro. Die Entwicklung von Ethereum liegt in den Händen der Ethereum Foundation, einer gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in der Schweiz. Die zweite wichtige Organisation ist die Enterprise Ethereum Alliance. Die Allianz will Industriestandards auf Basis der „einzigen Smart Contracts unterstützenden Blockchain, die in der realen Welt produktiv läuft“ aufbauen, also Standard-Softwarelösungen für den gesamten Markt entwickeln. Diese sollen als Open Source Software frei nutzbar sein.

Dass dieses Anliegen und die Allianz nicht zu unterschätzen sind, zeigt bereits ein Blick auf die Gründungsmitglieder: Accenture, Credit Suisse, Intel, J. P. Morgan, Microsoft, Santander, ING-DiBa, um nur die bekanntesten Namen zu nennen. Ethereum läuft bereits produktiv, bekommt breite Unterstützung aus der Wirtschaft und kann auf eine ordentliche Marktkapitalisierung verweisen. Das Netzwerk besteht wie bei Bitcoin aus einzelnen Teilnehmern („Nodes“), die einen Ethereum-Client betreiben. Jeder Node beinhaltet die gesamte Blockchain, die bei Ethereum derzeit je nach genutztem Client ca. sechs bis elf Gigabyte groß ist. Der Windows-Client verlangt konkret nach mindestens 20 Gigabyte. Das ETH Protokoll ist schlicht die gesamte Funktionsweise von Ethereum, also letztlich das Regelwerk zum Führen der Blockchain und der Verwaltung des Netzwerks. Der wichtigste Punkt der Blockchain ist wohl der Konsensalgorithmus. Ursprünglich nutzte Ethereum den von Bitcoin bekannten Proof of Work (PoW), der das Mining an Rechenleistung bindet, die in das Lösen kryptografischer Aufgaben investiert wird. 2017 bestand eine wichtige Bestrebung darin, das System auf Proof of Stake (PoS) umzustellen. Der wesentliche Unterschied ist, dass bei PoS nicht mehr die investierte Rechenleistung bestimmt, welcher Miner den nächsten Block generiert. Stattdessen wird per Pseudozufallsalgorithmus festgelegt, welcher Miner aus einem Pool an der Reihe ist. Miner kann werden, wer sich an die Regeln der Blockchain hält – und dafür Ether als Sicherheit hinterlegt. Auf diese Weise wäre die Macht zum Generieren neuer Blöcke abhängig vom Ether-Guthaben anstelle von Hardware.

 

Die Stadt Wien wird am 14. Dezember zahlreiche Daten mit Hilfe der Blockchain Technologie öffentlich zugänglich machen, dies im Zuge eines Pilotprojekts, gilt doch die Bundeshauptstadt europaweit als Vorreiter in Sachen „Open Government Data“. Es gibt mittlerweile sogar ein eigenes Portal, wo man unkompliziert zu verschiedensten Daten Zugang hat – etwa Kurzparkzonen, Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel oder Parkanlagen. Diese Daten wiederum können dazu genutzt werden, um Anwendungen wie Smartphone-Apps zu entwickeln. Bis dato wurden, laut Stadt Wien, rund 300 Datensätze offen gelegt, daraus mittlerweile rund 200 Apps entwickelt.

Auf Bundesebene hat noch - Wirtschaftsminister Harald Mahrer, der als Fan der Blockchain Technologie gilt, die Initiative Blockchain Austria initiiert und kürzlich mit einem eigenen Summit an der WU Wien bedacht. Als Drehscheibe wurde an der WU Wien ein eigenes Forschungsinstitut für Kryptoökonomie eingerichtet und mit 500.000 Euro gefördert.

 

Dienstag, 05. Dezember 2017 - der Tag des großen Blockchain Gipfels, an dem die gesamte Elite der heimischen Szene, darunter auch Crypto Future GmbH, vertreten waren. Wirtschaftsminister Harald Mahrer, der auch die Grußworte hielt, nahm sich davor auch für Crypto Future CEO Tomislav Matic Zeit. Nach der allgemeinen Einführung wurden in verschiedenen Seminaren, Lösungsansätze für die weitere Entwicklung der Blockchain hierzulande und darüber hinaus erarbeitet. Enormes Potential für Österreich bietet die Technologie im Tourismus – besonders in Hinblick auf Booking Applikationen, sowie bei Treueaktionen für Österreich-Urlauber. In rechtlichen Belangen besteht hingegen noch sehr viel Nachholbedarf – besonders bei der juristischen Einordnung von ICO’s aber auch in steuerlichen Belangen hat unser Land noch enormen Nachholbedarf. Hier sind Politik und Wirtschaft gefordert nachhaltige Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Blockchain Startups nicht in Regionen abwandern, die ihnen mehr Sicherheit bieten (z.B. Dubai, Singapur). Das Gesamtresümee der Veranstaltung bleibt jedoch die Einsicht, dass Blockchain gemeinsam mit AI die Menschheit in ihrer Gesamtheit, derart nachhaltig beeinflussen wird, dass wir uns schon heute darauf einstellen müssen, anstatt von den künftigen Entwicklungen überrollt zu werden.

Die Blockchain Technologie könnte eine nachhaltige Revolution in verschiedenen Sektoren des alltäglichen Lebens bedeuten, da das dezentrale Netzwerk die herkömmlichen „Zwischenspieler“ in Handel, Verwaltung, sowie im Finanzsektor quasi überflüssig macht. Dass hier ganz besonders die heimischen Großbanken aufhorchen, zeigt folgende aktuelle Entwicklung. Die „Raiffeisen Bank International“ (RBI) bastelt an ihrem eigenen Blockchain System – frei nach dem Motto. Bevor Dich die Revolution frisst, stell Dich lieber gleich an ihre Spitze. Ein Konzept, das schon vor Jahrhunderten von diversen Monarchen gelebt wurde und sich heute z.B. im Automobilsektor wiederfindet (Stichwort e-Mobilität). Zudem bieten sich zahlreiche Vorteile – hat doch die Blockchain das Potential den gesamten Finanzsektor effizienter und vor allem sicherer zu machen.

In diesem Zusammenhang gab die RBI am 22.11. auch den Beitritt zum globalen „R3“ Netzwerk bekannt:

„Durch den Beitritt zu R3 werden wir in der Lage sein, uns mit Gleichgesinnten auszutauschen und zusammenzuarbeiten, was die Geschwindigkeit, Sicherheit und Anwendbarkeit unserer eigenen Blockchain-Innovationen erheblich steigern wird. Die Anwendung von Technologieplattformen wie ‚Corda‘ ermöglicht es uns, umfassendes Infrastruktur-Know-how aufzubauen, das zukünftigen kommerziellen Blockchain-Applikationen zugrunde liegen wird", erklärt Michael Höllerer, Generalbevollmächtigter der RBI, der unter anderem die Digitalisierungsstrategie des RBI-Konzerns verantwortet, die Motivation der Bank, diesem führenden Blockchain-Konsortium beizutreten.“

Kommt die Blockchain-Revolution?" (Wiener Zeitung); "Wollen wir keine Regierungen mehr?" (Kleine Zeitung); "Land der Berge,
Land der Blockchain" (Die Presse): Dass die Blockchain im Trend liegt, lässt sich schon an den Schlagzeilen und der rasant
wachsenden Zahl der Medienberichte ablesen:
Gab es im Vorjahr 46 nur Erwähnungen wurden im Jahr 2017 die Begriffe „Bitcoin“ und „Blockchain“ bereits ungefähr 1000 mal in den
heimischen Printmedien erwähnt. Was steckt nun dahinter?

Die Blockchain funktioniert wie ein digitales Kassenbuch ("Ledger"), das Transaktionen mit kryptographischen Verfahren in einer
Kette von Datensätzen (Blöcken) gleichzeitig auf viele Rechner verteilt, also dezentral abspeichert.
Manipulationen sind zwar nicht grundsätzlich auszuschließen, werden aber extrem unwahrscheinlich, weil die Daten
auf allen beteiligten Rechnern verändert werden müssten. Die Art der Daten spielt keine Rolle: ob Werte einer Währung (Bitcoin); Grundbucheintragungen oder Handelstransaktionen. Entscheidend ist, dass jede Transaktion auf der jeweils vorherigen aufbaut und Teil einer unveränderbaren Kette aus eindeutig identifizierbaren Datenblöcken wird. Die Frage, ob Blockchain Hype, Revolution oder beides ist, kann aus heutiger Sicht kaum beantwortet werden. Für Ernst Piller, Leiter des Instituts für IT-Sicherheitsforschung an der Fachhochschule (FH) St. Pölten, ist die Blockchain vor allem "zeitgeistig": "Es geht in Richtung teilen und verteilen, weg vom Zentralen. Das ist ja auch eine gute Sache.“

 

Der Bitcoin hat seine Rallye fortgesetzt und heute ein neues Allzeithoch erreicht, nachdem er sich seit der Korrektur letzter Woche um über 30% erholt hat. Die Marktkapitalisierung steht nun bei 131 Milliarden USD, wobei allein das Handelsvolumen der letzten 24 Stunden fünf Milliarden USD betrug.

Im Bild oberhalb zeigen wir den 4-Stundenchart des BTC/USD.

Der Preis hat die psychologische Marke von 8.000 USD erreicht. Dieses Niveau stimmt mit dem vorherigen Hoch von vorletzter Woche überein. Wir haben die Widerstandszone vom 7. November als roten Balken eingezeichnet.

Was kommt nun als Nächstes?

Szenario 1

Das erste mögliche Szenario sieht den Anstieg über die 8.000 USD Marke vor. Um dies zu sehen, wären weitere bullische Nachrichten nicht schlecht.

Szenario 2

Ein zweites hypothetisches Szenario sieht den Abprall von der 8.000 USD Marke und die Ausbildung eines bärischen Musters vor. In diesem Fall sollte sich der Preis im Unterstützungsbereich um 5.600 USD stabilisieren. Vielleicht sehen wir aber auch eine größere Korrektur, falls der Preis von der 8.000 USD Marke abprallt.

 

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