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Anhand mehrere Beispiele zeigt Kanada dem Rest der Welt vor, wie man die Blockchain sinnvoll einsetzen kann. Der nationale Forschungsrat macht z.B. die Vergabe von Fördermitteln durch die Ethereum-Blockchain transparenter. Das nordamerikanische Land hofft auch die Identitätsprüfung von Flugpassagieren durch die Blockchain-Technologie zu verbessern. Dazu hat es sich einem Programm angeschlossen, an dem das Weltwirtschaftsforum (WEF), die Unternehmensberatung Accenture und die Regierung der Niederlande arbeiten. Die anvisierte Identifizierung der Reisenden über die Blockchain soll es Regierungen ermöglichen, bei Reisenden noch vor der Sicherheitsprüfung Risikoeinschätzungen und Sicherheitsprozeduren durchzuführen, was Probleme beim Grenzübertritt reduziert.

Einer der größten Pensionsfonds von Kanada, OMERS hat zudem vor kurzem eine Tochterfirma gegründet, die sich auf das Kryptogeld Ethereum fokusiert. Die Firma, Ethereum Capital, plant, 50 Millionen Kanadische Dollar in das Ökosystem rund um ETH zu investieren.

 

Österreichs Hauptstadt entwickelt sich nach und nach zu einem Europäischen Hotspot in Sachen Blockchain Technologie. Nun springt auch der Stromerzeuger „Wien Energie“ auf den „Zug“ auf und testet die neue Technologie im Stadtentwicklungsgebiet „Viertel Zwei“ in Wien-Leopoldstadt. Getestet werden dabei eine Energie-Flatrate, neue Tarife und Online Services. In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen „Riddle & Code“ wird dabei auch der Einsatz der Blockchain geprüft – dabei soll ermittelt werden welche Geschäftsmodelle und Services am Ende für den Verbraucher entstehen könnten. Die Blockchain ermöglicht dabei ein sinnvolleres managen des Stromverbrauchs, da z.B. ein exaktes Haushaltsprofil mit ihr erstellt werden kann, das aufzeigt welche Geräte zu einem bestimmten Zeitpunkt unnötig Strom verbrauchen. Hier ergibt sich sowohl für den Kunden ein enormes Sparpotential, als auch für den Stromerzeuger die Möglichkeit die Versorgung exakter als bisher planen zu können. Zudem wäre es vorstellbar eine Art Symbiose zwischen Stromerzeuger und Konsument entstehen zu lassen: Zum Beispiel wäre es möglich dass bei Überbelastung private Ladestationen gezielt für öffentliche Stationen einspringen, wenn Wien Energie-Kunden das so mit ihrem Stromanbieter vereinbaren. Auch kann das Aufladen automatisch auf einen Zeitpunkt verschoben werden, an welchem der Strom besonders günstig für den Endverbraucher ist. Besonders interessant für Österreich – die Blockchain Technologie garantiert Versorgung mit „grüner Energie“ ohne Atomkraft.

 

Die Blockchain zieht immer mehr „Steak Holder“ aus Wirtschaft und Finanz in ihren Bann und wird zunehmend interessant für Investments. Auf unserem Crypto Future Blog berichteten wir bereits über die Aktivitäten von Raiffeisen in dieser Hinsicht, aber auch Großredereien und die hohe Politik sind an den teilweise revolutionären Anwendungsmöglichkeiten des dezentralen Netzwerks interessiert.

Mittlerweile streckt auch die Petrochemische Industrie ihre „Fühler“ nach der Blockchain aus. Der internationale Ölriese Shell mit Hauptsitz in London hat über seinen Investmentarm „Shell Trading International“ einen nicht veröffentlichten Betrag in das Londoner Startup „Applied Blockchain“ (Foto: Marcus de Wilde von A.B. mit Crypto Future CEO Tomislav Matic) gesteckt. Die 2015 gegründete Jungfirma entwickelt Blockchain-Anwendungen mit Fokus auf Distributed Ledger und Smart Contracts für seine Kunden. Das Start-up soll dem Energie-Riesen dabei helfen, die neue Technologie für ihr eigenes Geschäft zu adaptieren. Applied Blockchain hat derzeit Kunden aus dem Banken-, Telekom-, Autohersteller und Produktionsbereich sowie aus der Flugindustrie. Aber auch im Energiebereich gibt es viele Anwendungsfälle. Shell, BP und Statoil sollen an einer eigenen Blockchain-basierten Handelsplattform arbeiten.

Aus der Energiebrache hat etwa das österreichische Energieunternehmen „Wien Energie“ bereits erste erfolgreiche Blockchain-Projekte an den Start gebracht und den ersten Gashandel mit der Blockchain durchgeführt.

 

Es klingt so simpel wie genial – aber mit Hilfe der Ether-Blockchain könnte es bald möglich sein dem weltweiten Unterernährungsproblem ein Ende zu setzen. Das sog. „Smart Farming 2.0“ - die intelligente Farm der Zukunft, soll ein „umfassendes Lernvermögen“ besitzen, um eine höhere Produktivität und Effizienz bei der Nahrungsmittelherstellung zu gewährleisten. Die Farm kontrolliert selbstständig die richtige Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung, Kohlendioxid und Bewässerung einer Pflanzenzuchtanlage, indem sie IoT-Technologie, Sensoren und Analysesoftware mit vernetzter Umgebung verwendet. Smart Farming soll eine proaktive Vorhersage, Echtzeit-Reaktion und situationsspezifische Simulation rund um die Uhr erreichen. Die neue, auf der Blockchain-Technologie basierende dezentralisierte Plattform würde zudem kostentreibende Zwischenhändler überflüssig machen.

Die Nahrungsmittel-Blockchain soll den Ursprungsort des Produkts, seinen Produzenten, seine Region und geschäftliche Bewegungen speichern und so die Belohnung von Produzenten mit höherer Transparenz und rückverfolgbare, verifizierte Angaben für die Verbraucher ermöglichen Außerdem erforscht das Projekt derzeit die Erforschung und Entwicklung pflanzlich basierter Fleischsorten in der asiatischen Küche um das Problem der Fleischknappheit in den Griff zu bekommen.  Das „AgriTech & Food Science Project“ bezeichnet sich als die weltweit erste dezentralisierte Initiative, die auf Ethereum-Blockchain und Smart Contracts basiert.

 

Nicht nur, dass die Ethereum Blockchain eine gleichberechtigte Teilhabe aller User am gemeinsamen Datennetzwerk ermöglicht – die Technologie könnte die demokratischen Abläufe, wie wir sie kennen, völlig revolutionieren. Mit Hilfe der Blockchain ist es nämlich möglich die Stimmabgabe völlig fälschungssicher zu gestalten – Hochrechnungen am Wahlabend wie wir sie kennen werden überflüssig, denn die Stimmenauszählung fällt weg und das Endergebnis könnte um Punkt 17 Uhr feststehen.

Und tatsächlich wurde dieses Potential bereits erkannt:

Beispielsweise ermöglicht es die brasilianische Regierung der Bevölkerung, Petitionen zu Themen zu starten, die im Parlament besprochen werden sollen. Wenn die Petition von einem Prozent der Bevölkerung des Landes unterschrieben wurde, wird sie dem Kongress vorgelegt und die Regierung ist verpflichtet, sie zu überprüfen.

Da die Bearbeitung dieser Petitionen jedoch regelmäßig einen enormen „Papierkrieg“ verursacht, testen nun brasilianische Programmierer die Ethereum-Blockchain um das Problem zu lösen.

Die brasilianische Regierung unterstützte die Initiative und hat mit der Entwicklung einer mobilen App begonnen, die es ermöglichen wird sich online für das System anzumelden und Unterschriften für Petitionen, die unterstützt werden sollen, abzugeben, oder selbst eine Petition einzureichen. Diese Signaturen werden täglich auf der Ethereum-Blockchain „gehasht“ und aufgezeichnet. Ein solches System stellt sicher, dass keine Signatur verloren geht oder gefälscht wird.

 

1.) Etherium Casper

Casper ist kein spezifisches Projekt. Es ist eine Mischung aus zwei Forschungsprojekten, die derzeit vom Ethereum-Entwicklungsteam durchgeführt werden. Diese sind Casper, FFG (Freundliches Finalität Gadget) und Casper, CBC (Korrekt-durch-Konstruktion)

Casper FFG alias Vitaliks Casper ist ein, in Entwicklung befindlicher, hybrider POW / POS-Konsensusmechanismus. Dies ist die Version von Casper, die zuerst implementiert werden soll. Sie wird entworfen, um den Übergang zum “proof of stake” zu erleichtern. Die Art und Weise, wie es entworfen wird, ist, dass es ein “proof of stake” Protokoll gibt, der auf dem “proof of work” ethash Protokoll überlagert wird. Während die Blöcke weiterhin über POW ausgenutzt werden, wird jeder 50. Block ein POS-Kontrollpunkt sein, wo der Zweck durch ein Netzwerk von Validierern evaluiert wird. Die Implementierung von Ethereum Casper hätte mehrere Vorteile. Sie können alle unter den folgenden Kategorien aufgeführt werden: Hilfe zur Dezentralisierung, Energieeffizienz, Wirtschaftliche Sicherheit, Skalierung, sowie Übergang zum POS. Menschen passen sich nicht leicht an Veränderungen an. Wenn sie sich an etwas gewöhnt haben, ist es sehr schwierig für sie, aus dieser Komfortzone herauszukommen. Auch wenn Casper noch nicht offiziell verwendet wird, ist die Einbindung im Testsystem ein wichtiger Meilenstein vor der endgültigen Adoption des ethereum-eigenen Proof-of-Stake-Systems. Neben der Energie-Ersparnis im Vergleich zum Proof-of-Work-Konsens erhofft man sich durch Casper schneller verarbeitete Transaktionen und eine Dezentralisierung der Netzwerk-Struktur.

2.) Etherium Sharding

Das Konzept leitet sich von “shard” – Scherbe – ab und meint in der Architektur von Datenbanken, dass man eine Datenbank in verschiedene Partitionen zerlegt und diese auf verschiedenen Servern speichert. Dies verbessert offensichtlich die Performance der Datenbank sowie von Suchanfragen. Dass man durch das Sharding, also das Zerlegen einer Blockchain in einzelne Scherben, diese stärker als ihre einzelnen Computer machen kann, ist recht einfach nachzuvollziehen. Allerdings weiß noch niemand so recht, wie das funktionieren soll und ob es überhaupt möglich ist. Schließlich ist die Einheit der Blockchain ja gerade das, was sie auszeichnet. Die grundlegende Idee ist es, in die Caspar-Verträge die Funktion einzubauen, dass eine zufällige Zuweisung von Validatoren an einzelne Partitionen der Blockchain bzw. der Transaktionen stattfindet, damit diese nicht mehr die komplette Verifizierung aller Transaktionen und die Ausführung aller Verträge leisten müssen, sondern nur noch einen Teil davon. Proof-of-Stake wird damit also zur Grundlage, um die Last der Blockchain auf verschiedene Knoten zu verteilen.

 

 

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