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„B3i“, eine Brancheninitiative, in der sich Versicherer zusammengeschlossen haben, um die Blockchain-Technologie zu erforschen, hat jetzt die „B3i Service AG“ - einen kleinen Versicherer in Zürich - gegründet. Diese soll jetzt Verträge auf Basis der Blockchain anbieten. Momentan ist man auf Firmenkunden spezialisiert – in Zukunft könnten aber auch Endverbraucher die Produkte nutzen. Auch andere Versicherer experimentieren mit der Blockchain. Im Oktober 2017 hat beispielsweise das Start-up „Etherisc“ eine Versicherung gegen verspätete oder ausgefallene Flüge auf den Markt gebracht, die vollständig auf der Blockchain-Technologie beruht.

"B3i" will als erstes ein Angebot für eine einfach und schnell abzuschließende Rückversicherung gegen Schäden durch Wettereinflüsse auf den Markt bringen. Dabei sollen nicht nur Verträge abgeschlossen, sondern auch Schäden abgewickelt und ausgezahlt werden können. Die Blockchain-Initiative wurde 2016 ins Leben gerufen und hat inzwischen 39 Mitglieder - darunter Allianz, Munich Re, Hannover Rück und Generali.

(CF Red, / Agenturen)

 

Diesen März finden in der Steirischen Landeshauptstadt Graz gleich zwei große Events binnen weniger Tage statt. Nach der Blockchain-Real am 09. März in der Seifenfabrik, beginnt am 15. März ab 8h30 der Human-Technology-Cluster in der UCI Kinowelt Annenhof. Es geht um Blockchain Anwendungen im Gesundheitsbereich. Der sichere Austausch von Daten hat gerade bei medizinischen Berichten oberste Priorität. Die Vortragenden kommen einerseits von großen Konzernen wie IBM, SAP oder dem Ölmulti Shell, andererseits bieten kleine Start-ups Einblick in ihre Arbeit im Bereich Blockchain, wie Eberhard Scheuer von der Schweizer HIT Fundation, der mit seiner Technologie sicherstellen will, dass niemand unbefugt an Patientendaten gelangt. Auch die Crypto Future GmbH wird an besagter Veranstaltung teilnehmen.

 

 

Newmont Mining Corporation - der weltweit zweitgrößte Goldbarrenhersteller 2017 hat angekündigt, dieses Jahr die Blockchain-Technologie zu testen, um eine ethische und nachhaltige Goldproduktion zu gewährleisten.

Das in Colorado ansässige Bergbauunternehmen wird 2018 der weltweit größte Hersteller von Goldbarren. Das Unternehmen ist bereits auf einem guten Weg, nachdem es seinen Kapitalbedarf für das Jahr 2018 um 300 Millionen US-Dollar auf 1,2 - 1,3 Milliarden USD erhöht sowie ein Kraftwerksprojekt in einer australischen Mine und die Erweiterung einer Joint-Venture-Mine in Nevada genehmigt hat. Laut CEO Gary Goldberg Unternehmen wolle das Unternehmen nun die Blockchain-Technologie testen:

"Wir wollen auf jeden Fall mit dabei sein, wir denken, dass dies für die gesamte Goldindustrie positive Auswirkungen haben wird", so Goldberg. Das Unternehmen hofft außerdem, mit Hilfe der Blockchain die Arbeits- und Umweltstandards erhöhen zu können. Goldproduzenten werden nämlich oft wegen schlechter Arbeitsbedingungen und Umweltverschmutzung kritisiert.

Newmont Corp. betreibt Minen in den Vereinigten Staaten, Australien, Peru, Surinam und Ghana und prognostiziert für die nächsten zwei Jahre eine jährliche Goldproduktion von 4,9-5,4 Millionen Unzen. Das Unternehmen produziert dabei auch andere Metalle wie z.B. Kupfer.

 

Sollte die neue Bundesregierung in Deutschland zustande kommen, wird diese sich lt. dem geschlossenen Koalitionsvertrags zwischen CDU/CSU und SPD auch mit der Blockchain-Technologie beschäftigen. Allerdings wird das Thema im Übereinkommen, das bis 2021 gelten soll, nur äußerst vage behandelt, weswegen führende Experten davor warnen, dass die BRD in Sachen „Blockchain“ den Anschluss in Europa verlieren könnte. Problematisch ist hier auch, dass vielen Deutschen Politikern offenbar ein detailliertes Wissen zu dieser neuen Technologie fehlen dürfte, wie z.B. eine parlamentarische Anfrage der FDP zum Thema Blockchain erst kürzlich offenbart hat. Dabei gibt es diesbezüglich in Berlin mittlerweile eine pulsierende Start-up-Szene. Doch viele Firmen haben aus rechtlichen Gründen, ihren Hauptsitz nicht in Deutschland, sondern in der Schweiz, London oder Gibraltar. Und dies, obwohl die Briten die EU bald verlassen werden. Die Gefahr ist daher groß, dass die Wertschöpfung in Deutschland verloren geht, wenn die Politik nicht handelt. Denn die Firmen werden sich selbstverständlich in dem Land ansiedeln, in welchem sie die besten Bedingungen für ihr Business vorfinden.

Im Übrigen findet die Blockchain als Teil eines Digitalisierungsschwerpunktes auch im ÖVP-FPÖ Regierungspakt in Österreich Erwähnung.

 

A.P. Møller-Maersk und IBM bilden ein Joint Venture um die Blockchain in der Frachtbranche zu testen. Um Abläufe zu beschleunigen und zudem billiger zu machen. 80 Prozent der Güter, des täglichen Bedarfs, kommen via Schifffracht. Dabei entsteht etwa ein Fünftel der gesamten Transportkosten durch die Vielzahl an benötigten Dokumenten und Mittelsmännern – mit entsprechendem Einsparungspotenzial, von dem auch die Endverbraucher profitieren sollen. Hersteller, Reedereien, Transportfirmen, Häfen, Terminals und Zollbehörden sollen deswegen mit an Bord geholt werden, um in dem Blockchain-System eine gemeinsame und unveränderliche Aufzeichnung aller Daten zu ermöglichen. Bei dem Joint Venture legen Maersk und IBM den Fokus derzeit darauf, allen Beteiligten Informationen in Echtzeit zugänglich zu machen und die Zollabwicklung zu digitalisieren. IBM arbeitet etwa auch gemeinsam mit mehreren Banken an einer, auf dieser Technologie basierenden, „Batavia“-Plattform zur Finanzierung des Warenhandels, bei der auch die heimische Erste Group beteiligt ist.

 

In der ORF Pressestunde vom 10.02. sieht der Chef der Österreichischen Nationalbank Ewald Nowotny die aktuellen Kursschwankungen an den internationalen Börsen und Kryptobörsen gelassen. Die Kursverluste seien quasi eine Rückkehr zur Normalität, "sind doch fast alle Leitindizes in den vergangenen zwei Jahren überdurchschnittlich stark gestiegen". Wie viele Banker äußert sich Nowotny kritisch zu den Kryptowährungen, die aus seiner Sicht kein „echtes Geld“, sondern ein „anonymes Spekulationsobjekt“ seien. Positiv wertet der Gouverneur hingegen die Blockchain Technologie, die durchaus Potential für den Bankensektor habe und auch bereits genutzt werde.

 

 

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